Nussproduktion

Professionalität

Der Nussanbau ist nicht ganz einfach. In der Schweiz können aufgrund des Klimas nur ausgewählte Sorten angebaut werden, welche grosskalibrige Nüsse mit einem schönen gut lösbaren Kern produzieren. Wir haben uns durch eigene Versuche und diverse  Besuche und Mitarbeit auf führenden Betrieben im Ausland das Wissen bezüglich Sorten und Anbau angeeignet.

 

Bei Nüssen ist neben einer schönen optischen Erscheinung eine geringe mikrobielle Belastung enorm wichtig. Der Schlüssel dazu sind professionelles Ernten, Waschen und Trocknen. Dafür investieren wir ab 2020 einiges in diese Technik.

 


Ökologische NussProduktion

Unser Betrieb wirtschaftet nach dem ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN). Ein Teil unserer Betriebsfläche dient als Biodiversitätsförderfläche. Dort stehen extensive, nicht gedüngte und selten gemähte Wiesen und Hochstammbäume. Auf diesen Flächen entsteht Lebensraum für Blumen mit geringem Nährstoffbedarf, Kleintiere und Insekten.

 

Ebenso haben wir eine ausgeglichene Nährstoffbilanz. Den hohen Nährstoffbedarf decken wir zu einem grossen Teil durch Kompost. Dadurch wird der Boden reicher an organischem Material und wird so zum CO2 Speicher. Ebenso werden Bodelebewesen gefördert und die Bodenstruktur verbessert. Dies ist wichtig für ertragreiche Böden.

 

Link ÖLN

 


Pflanzenschutz

Um Erntemenge und Qualität zu sichern, müssen wir die Pflanzen vor Krankheiten und Schädlingen schützen.

 

Um möglichst wenig kurativ einzugreifen, setzen wir neben präventiven Massnahmen auch auf Pflanzenstärkung. Dies über Blattdüngung oder Methoden, welche aus dem Demeteranbau bekannt sind. Mehr dazu finden sie im Blog.

 

Wir geben regelmässig Kompost und mulchen den Bewuchs. Damit erhöhen wir die organische Substanz im Boden und erleichtern es den Mikroorganismen, kranke Blätter abzubauen. Ebenso wählen wir grössere Pflanzdistanzen als im Ausland, damit der Wind die Bäume besser Abtrocknen kann. Das sind vorbeugende Massnahmen gegen die Bakterienkrankheit und Marssonina, eine Pilzkrankheit.

 

Wo immer möglich versuchen wir, auf natürliche Mittel zurückzugreifen, die auch die Nützlinge schonen, die wir brauchen, um die Schädlinge in Schach zu halten. Zudem beobachten wir die Schädlingspopulationen, um unnötige Behandlungen zu vermeiden.

 

Uns machen unter anderem eingewanderte Schädlinge wie die Walnussfruchtfliege zu schaffen. Gegen diesen neuen Schädling setzen wir auch biologische Mittel ein wie Kaolin, ein Tonmineral, das die Nüsse für die Fliege unattraktiv macht. Beim Auftreten von Läusen wie rechts im Bild erledigen die vielen Marienkäfer einen guten Job. Die Marienkäfer schonen wir durch einen möglichst geringen Insektizideinsatz.